Bild des Tages, Pflegearbeiten an der Falmkante

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Frank Botter
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Bild des Tages, Pflegearbeiten an der Falmkante

Beitrag von Frank Botter » Di 26. Feb 2019, 10:02

Moin zusammen,
wegen Störung der Sonntagsruhe wird zurecht protestiert. Das wäre sicher nicht nötig gewesen. Hätte man vielleicht früher dran denken müssen, da das Abholzen nur bis zum 28.2. erlaubt ist. Allerdings hat sich die Vorschrift auch erst vor ein/zwei Jahren geändert. Bis dahin war es bis zum 15.3. erlaubt. Nun denn, würde Heinz Rühmann gesagt haben.

Insgesamt aber ist der pflegerische Schnitt ein Teil des Wartungsvertrages, den die Gemeinde Helgoland für die Falmsicherung abgeschlossen hat.

Kurz zur Erinnerung, am 16. Januar 2002, gegen 18.25 Uhr, fielen im Bereich der Falmkante, in Höhe des "Felsenkruges" und weiterer fünf Wohnhäuser, ca. 1.000 Tonnen Fels herunter. Dies führte zu einem massiven Schäden an den Häusern, der Falmmauer und der dahinter liegenden Straße Am Falm. Ich denke manchmal, dass der Spruch: "Der liebe Gott ist ein Helgoländer!" gerade für diese Katastrophe gilt. Kein Menschenleben zu beklagen, "nur" Sachschäden. Und der Zeitpunkt war sicher nicht ganz "ungünstig", denn wir standen vor den Jubiläumsfeiern zum 50. Jahrestag der Wiederfreigabe der Insel, unsere Gemeindekasse hatte ein großes Loch und wieder einmal musste unsere Inselverwaltung beim Innenministerium in Kiel vorstellig werden.

Dort war man sehr schnell davon zu überzeugen, dass dieser Großschaden so schnell wie möglich beseitigt werden muss. Erstmaßnahmen begannen schon am 17. Januar 2002, es wurden Berg-Sachverständige beauftragt, einen Sanierungsvorschlag zu erarbeiten. Bis zur Fertigstellung der Gesamtmaßnahmen dauerte es insgesamt nur 2 1/2 Jahre. Am 6. Juni 2004 konnte der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Klaus Buß, das sanierte Bauwerk der Öffentlichkeit übergeben. Vermutlich hat der Besuch von Ministerpräsidentin Heide Simonis und Bundespräsident Johannes Rau, am 1. März 2002, das Wohlwollen der Landesregierung positiv beeinflusst. Gesamtkosten für die Maßnahme rd. 8,0 Mio €. Heute nur eine unbedeutende Summe im Gemeindehaushalt, vor 17 Jahren eine ungeheure Summe für den Kämmerer und die Politik.

Ich habe gestern die Mitarbeiter von Firma Feldhaus beobachtet, wie sie den Hang vom Bewuchs befreiten und das Sicherungsnetz freilegten, um den Zustand begutachten zu können. Hut ab vor der Leistung und gut, dass diese Arbeiten regelmäßig stattfinden, denn so wird uns dieses Sicherungsnetz noch lange vor weiteren Hangabgängen bewahren.
Schönen Tag noch,
Gruß Frank

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