Arbeitsplätze

Pro und Contra zum Bürgerentscheid "Sind Sie für eine Landgewinnung durch eine Verbindung der beiden Inselteile Helgolands?".
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Thorsten Falke
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Arbeitsplätze

Beitrag von Thorsten Falke » Di 7. Jun 2011, 07:16

Hallo, Befürworter und Gegner der Verbindung der beiden Inselteile!
Zwei Argumente der Befürworter der angedachten Landverbindung sind Arbeitsplätze und das die Kinder hier Abitur machen können.
Was für Arbeitsplätze werden durch Massentourismus generiert? 6 Hotelmanager, 212 Putzfrauen, 98 Müllmänner, 34 Spüler 28 Straßenfeger. Allesamt Jobs die heutzutage nur zu gerne von Deutschen gemacht werden?
Das ist ja schön, dass deren Kinder hier Abitur machen können. Aber alle Kinder werden dann weggehen, weil ist nix mit Frau Dr. schwing.wedel oder Herr Dr. straß.feg.
Es wäre dann folglich nur mit einer Generation Kinder zu rechnen, die nach dem Abitur zur weiteren Ausbildung auf das Festland gehen (müssen). Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass die dann nicht wieder nach Helgoland kommen, mangels Jobs. Das bedeutet, dass wahrscheinlich nach 10 Jahren die Kinder wieder alle weg sind von Helgoland und die Eltern hierbleiben, um Geld für die Ausbildung der Kinder zu verdienen. Der Altersdurchschnitt wird wieder ansteigen, eine weiterbildende Schule unrentabel.
Für mich ist es unwahrscheinlich, dass durch die Verbindung der beiden Inselteile anspruchsvolle Arbeitsplätze geschaffen werden. Wie gehabt wird es sein: Von Saisonarbeitern verrichtete Aushilfsjobs.
Liebe Grüße
Thorsten

Klaus Degenhardt
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Re: Arbeitsplätze

Beitrag von Klaus Degenhardt » Di 7. Jun 2011, 09:54

Lieber Thorsten Falke / sehr geehrter Herr Falke ( wie es beliebt ),
ich bleibe mal bei dem unter Helgoländern vertraulicheren Du, zumal es dabei leichter fällt das eine oder das andere auszusprechen.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Diese vielzitierte Weisheit trifft auch auf Deine Seite „duene1“ zu. Ich bei seit langer Zeit Seher/Leser Deiner Seite. Sie besticht durch aussagestarke Bilder; dafür Dir und Deinen Kooperationspartnern – Mitfotografen - herzlichen Dank. Ihr schafft starke Bindung an die Insel.

Deine Texte hingegen sind im Regelfall wenig hilfreich, ja, sogar manchmal überflüssig. Ich bräuchte sie ja nicht zu lesen könntest Du jetzt einwenden. Richtig! Aber ärgerlich sind sie doch, weil Du damit Chancen verschenkst.
So auch bei den Kommentaren zum Thema „Landgewinnung“. Konkret nehme ich mal zum Anlaß das Thema Arbeitsplätze. Es ist nicht hilfreich und eher kontrapro-duktiv ein so wichtiges Thema mit dem Versuch von Satire oder Ironie anzugehen.

Am vergangenen Wochenende hatte ich bei meinem Besuch auf der Insel vielfach Gelegenheit über dieses die Insel zu recht bewegende Thema zu reden. Ob ich wollte oder nicht – ich wurde darauf angesprochen und um meine Meinung gebeten. Ich musste leider feststellen, dass sich Geschichte offenbar doch wiederholt. Die jetzt entbrannte Diskussion erinnert sehr stark an die Auseinandersetzungen um den Hotelbau zu Anfang der 80-iger Jahre. Auch damals wurde die Diskussion von den Gegnern stark emotionalisiert und teilweise hasserfüllt geführt. Ich weiss wovon ich rede, war ich doch selbst vielfach Gegenstand des Hasses. Sie hat mich letztlich meinen Job gekostet.
Die jetzige Diskussion erinnert an Nöckel & Co., wobei der ja schreiben konnte, was ihn so gefährlich machte.
Die Frage an die Gegner des Projektes „Landgewinnung“: Wovor habt ihr eigentlich Angst? Warum seid Ihr selbst so zögerlich und versteckt euch hinter Emotionen? Warum habt ihr Angst vor der Zukunft? Wenn die Helgoländer vergangener Jahre oder Jahrzehnte, angefangen bei Jacob Andresen Siemens bis zu den Müttern und Vätern des beispiellosen Wiederaufbaues auch so ängstlich und wenig entschluss-freudig gewesen wären, hätte es z.B. keinen Wiederaufbau gegeben.
Bringt euch mit euren Vorstellungen ein und helft mit, die Zukunft zu gestalten. Am Falm stehen und sich eine Falte in den Bau drücken ist zwar auch einschneidend, aber nicht zukunftsgestaltend.
Lasst nicht zu, dass es mal wieder heißen muß, dass die Helgoländer noch nie eine Gelegenheit verpasst haben, eine Gelegenheit zu verpassen.

In Sorge um die Zukunft der Insel verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Klaus Degenhardt
Cuxhaven

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Thorsten Falke
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Re: Arbeitsplätze

Beitrag von Thorsten Falke » Di 7. Jun 2011, 12:32

Hallo Klaus!
Was für eine billige Polemik von Dir!
Während ich konkrete Beispiele nenne, über die ich mir Gedanken mache, kommst Du mit ollen Kamellen von wegen Wiederaufbau und Jacob Andresen, nennst jedoch keinen konkreten Grund, der mich überzeugen könnte, dass die Verbindung der beiden Inselteile gut für Helgoland wäre.
Um zum Beispiel in diesem Thread zu bleiben? Nenne konkret, wieviel Arbeitsplätze entstehen! Welche Arbeitsplätze entstehen? Wie dauerhaft werden die Arbeitsplätze sein? Ganzjahresjobs? Nenne Zahlen!
Für mich ist es jedenfalls keine Ironie oder Satire, wie Du es titulierst, sondern die von mir genannten Jobs werden entstehen. Komm - lieber ex-Bürgermeister - sage Du, was für Jobs hier entstehen werden.
Mit Deinen absolut NICHTS aussagenden Aussagen kann man keinen Investor überzeugen, Geld in eine Landverbindung zu stecken. In der Art: "Lieber Investor, gib mir 500 Millionen Euros für die Landverbindung, weil Jacob Andresen hat das Seebad gegründet und nach dem Krieg fand der Wiederaufbau statt."
Voll überzeugend.
Naja, und zu Deiner weiteren Polemik, die Gegner der Landgewinnung hätten Angst vor der Zukunft, möchte ich Dir sagen, dass die Gegner der Landgewinnung berechtigte Zweifel hegen, dass die Landgewinnung gut für Helgoland sein würde.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Gegner der Landgewinnung für Helgoland das Beste wollen. Ebenso felsenfest bin ich davon überzeugt, dass die Befürworter das Beste für Helgoland wollen. Und ich erwarte einen fairen Umgang miteinander und das man mit sachlichen Argumenten den anderen überzeugen sollte.
Das ist bei Deinem Beitrag leider nicht ersichtlich und Du betreibst genau das, was Du mir vorwirfst. Fass Dir bitte an die eigene Nase!

Lieben Gruß
Thorsten

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