Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Dies und Das und Jenes Was
Inga
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Inga » Mo 25. Mai 2009, 23:05

suse hat geschrieben:Hallo,
nun, wenn soviel leer steht dann ist es einfach ein Zeichen das es nicht attraktiv genug ist.

Wenn Helgoland nicht anziehend genug ist, dann gibt es für mich als hoffentlich Normaldenkender
Durchschnitts-europäer nur 2 Möglichkeiten, oder eine Mischung der beiden.

Zum einen ich verzichte auf Gäste in den Mengen wie bisher. Sprich tagestouristen wie auch
Urlauber. Oder ich zahle den Preis den es fordert dass wieder "ausreichend" Gäste kommen.

Und zwar dass auf einer so kleinen Insel wenig von dem bleibt was man Helgoländer Kultur nennt. Wenn es
die überhaupt so gibt. Denn was macht die Helgoländer Kultur aus? Vielleicht kommt man über diese Frage zu einer
weiterführenden Antwort.

Denn ich glaube hier liegen einige Antwortschätze verborgen.

Jeder der Beteiligten hat eine andere Meinung darüber was muss, was kann und was soll.
Wie sollen alle an einem Strang ziehen?
Uneinigkeit hat schon vieles zerstört.

Ich vermisse auf der Insel u.a. die Lebensfreude wenn es darum geht mit Gästen in Einheit zu leben.

Gäste im ursprünglichen Sinne sollen sich doch willkommen fühlen, und das bedeutet für mich:

- Uneingeschränkt!!!
(Sofern sie sich wie Gäste verhalten)

Der Gast ist König! (Sofern er sich sich königlich verhält...)

Ich habe auf Helgoland folgendes Gefühl: ( Nicht immer, aber immer öfter)

Ja, der Gast ist König, aber ich bin Kaiser.... Oder Gott oder so...

Ein normaler Gast merkt wenn es um sein Geld geht und nicht um Dasein...

Helgoland hat nicht wirklich gelernt wa ses bedeutet einen Gast zu bewirten.
Sie kennen es dann massenweise Tagesgäste auf die Insel strömen und irgendwie immer genug abfällt
um zu überleben. Und die die es am geschicktesten gemacht haben oder wirklich fleissig waren,
haben großen Nutzen aus den guten Zeiten gezogen.

Andere haben, teils auf unglaubliche Art und Weise, ihren Profit gemacht, egal was sich in den Köpfen der Gäste
eingebrannt hat.

Nun wird der Preis bezahlt. Die Gäste bleiben aus...

Ich glaube dass ein Umdenken in den Herzen der verantwortlichen Helgoländer stattfinden muss, dieser sich dann
in einer Kampagne, in Einheit und mit einem herzlichen und sinnvollen Konzept, nach Aussen transportiert
werden muss. Und dann WERDEN die Gästen kommen die das verstehen kommen.
Diese werden anderen davon erzählen und die dann entstehende Frucht wird sich auszahlen und die Helgoländer
werden sich davon gesund ernähren können.

Wer nicht glaubt dass es so funktioniert, der hat keine (positive) Hoffnung mehr und sollte sich, wo auch immer hin, zurückziehen.
Am besten an Orte wo nachweislich Gastfreundschaft herrscht...

Da diese Orte selten zu finden sind, wird ein Konzept dass Gäste wieder als wahre Gäste sieht, auch funktionieren. Weil der Bedarf vorhanden ist.
Wenn die Natur alleine nicht zieht, das kulturelle Angebot nicht alleine ausreicht, dann muss es eine wahre Gastfreundschaft ausmachen.

Ansonsten gibt es keine Chancen...

Ich habe noch einige Gedanken im Kopf die ich gerne äussern würde, aber ich bin nicht bereit meine Perlen vor die Säue zu werfen.

Manchmal muss es dem Betreffenden erst schlecht genug gehen und er muss mit seinem Latein am Ende sein, bevor er merkt wie
hilflos er doch ist.

Helgoland hat oft genug gute und sinnvolle Ratschläge ausgeschlagen. Nun ist es Zeit sich zu demütigen und zuzugeben dass
das Konzept der "Ausbeuterei" vorbei ist.
Piraterie ist nicht cool. Wer in Zeiten von Pirates of Carribbean noch glaubt das Piraten irgendetwas Gutes haben, der hat
etwas wesentliches nicht verstanden. Das ist kein produktiver und zukunftsträchtiger Handel.
Ich weiß dass meine Gedanken aller Wahrscheinlichkeit nicht Eure Gedanken sind, und ich weiß auch dass nicht alle meine Gedanken verstehen
und gut finden werden. Darum geht es auch nicht. Es geht um die diejenigen die es trotz Anfeindungen und Widerständen
verfolgen werden. Dann kann daraus etwas gutes entstehen. Denn ich rede über positive Werte und die können nie falsch sein.
Wer sich darauf "besinnt" wird Erfolg haben.

How ever, sagt Euch Suse...
Suse, und in vielem hast Du recht!! Absolut.
Wenn man als Urlaubr sein Gepaeck am KAT-Anleger "falsch" hinstellt und einen dann ein Gabelstaplerfaher anraunzt, wo man es hinzutragen hat...geht gar nicht. Die haben einen Ton am Hals, da faellt einem nix mehr ein.Wnn man , wil wieder mal ein Schiff nicht faehrt, umbuchen muss und ewig in der Schlange zu stehen hat und dann noch angemault wird...auch nicht gut.
Mir ist es oft passiert, dass Leute , die denken, sie befaenden sich in "Autoritaetsrollen" sich aufspielen wie nix Gutes. Gepaeck-Heinis, inkompetente, faule und aufsaessige Maedels an Buchungscomputern,arbeitsscheue Mitarbeiter im "Bosheitstempel" (so der 'Kosename' der Einheimischen fuer das Gemeindehaus) , die spielen sich alle auf wie das FBI. Grauenvoll. Da wird ein Gast nicht wie ein GAST behandelt, sondern wie ein Antragsteller in der DDR. Und das muss aufhoeren. Sowas schreckt echt ab. Man geht da hin , da haengen irgendweche Pappschilder im Fenster die sagen "heute nich wegen XYZ" und niemand ist zustaendig. Passiert oft und gern und hilft dem Tourismus gar kein bisschen weiter. Manche muessen begreifen, dss diese schoene Insel um ihr finanzielles Ueberleben kaempft und sie's sich halt nicht leisten koennen, die Gaeste wie Bittsteler zu behandeln. Das erstmal in Ordnung bringen, dem "oeffentlichen Dienst" auf Helgoland (und davon moechte ich bitte die Boerte mal ausnehmen, die sind noch kundenorientiert und hilfsbereit) in den Hintern treten und ihnen klarmachen, dass sie ihr beamtenhaftes Getue lassen sollen und anfangen sollten, kundenorientiert zu denken und zu handen. Das waer schon was, wenn die einen auf der Gemeinde und bei den Buchungen behanden wuerden, als waeren sie nicht die STASI und man wuerde man nicht gerade versuchen, aus der DDR auszureisen.

Robby
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Robby » Di 26. Mai 2009, 07:24

Guten Morgen zusammen,

aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dies KEIN Helgoländer Problem ist, sondern in vielen (Ferien-) Regionen so ist, auch nicht nur in Deutschland! Soll jetzt nicht heissen, dass der Zustand deshalb zu akzeptieren ist - besonders wenn man mit Rückläufigen Zahlen zu kämpfen hat.

Damit man aber nicht am Bedarf der Kunden vorbei plant, sollte man vielleicht eine " Kundenbefragung " durchführen! Nach Stärken / Schwächen fragen, die Tagesgäste fragen ob sie nochmals wiederkommen - oder auch mal länger bleiben wenn nicht warum nicht, was müsste geändert werden usw....Vielleicht gab es das ja auch schon....

Auf den Schiffen bei der Rückfahrt wäre doch genug Zeit - und den meisten ist es auf der Rückfahrt auch nicht mehr übel....

Also ich war bisher immer im Winter da, und bin durchaus nett und herzlich von allen aufgenommen worden....Besonders im felsenkrug...mit tut der Kopf jetzt noch weh!!!;-))

Beste Grüße vom Rhein
Robby

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von suse » Di 26. Mai 2009, 08:46

Hallo,
prinzipiell halte ich eine Befragung für durchaus gut.

Ich frage mich nur was will Helgoland für Gäste?


Welche die im Felsenkrug verkehren oder welche die im Atoll rumdinieren.

Ich glaube es ist einfach Urlauber zu finden die für "wenig" Geld im Winter kommen,
und es sich in den Kneipen gemütlich machen.

Die Frage ist, ob dies das Klientel ist was man sich wünscht?! Ist das für andere Menschen anziehbar, oder kommt da
nicht der Gedanke nach dem Fuselfelsen wieder auf?
Ich glaube und denke aus meiner Erfahrung von vielen Jahren auf der Insel als EInwohner, dass diese Gäste vielen Helgoländern
gelegen kommen. Mit dieser Art von Menschen kann man gut umgehen.

Ich finde aber. mal krass gesagt, diese Gäste gehören nach Cux- oder Bremerhaven...

Helgoland wünscht sich doch ein zahlungskräftiges Klientel, oder?

Einer der Gründe warum ich mich auf der Insel nicht mehr wohl gefühlt habe war der übermäßige Alkoholgenuß
auf dem Felsen. Wo auch immer es die Gelegenheit gab, wurde getrunken.
Ob Tagsüber, ob Abends, ob Nachts.

Mal ehrlich, ist das nicht auch eines der vorherrschenden Probleme?

Lockerheit ist ja was Gutes, aber zu oft ist Alkohol im Spiel.
Fuselfelsen nicht nur weil früher so viel Schnaps verkauft wurde, sondern auch
weil auf der Insel gut gebechert wird.

Noch stärker ist es aufgefallen als ich wieder auf dem Festland gelebt habe.
Natürlich wird auch hier getrunken, und bestimmt mal hinter verschlossener Tür, aber es ist doch ein gravierender
Unterschied. Zudem auch das Maß ein anderes ist. Soviele Betrunkene, übers Jahr gesehen, gibt es vielleicht in Deutschland nur auf Helgoland.

Es klingt etwas schwarz/weiß, aber ich glaube dass hier auch eine Antwort zu finden ist.

Normale Gäste merken dass hier eine andere Stimmung herrscht. Alkohol ist ein Genußmittel, dass in Maßen
uns Menschen gut tut. Aber hier wird nicht in Maßen getrunken, sondern darüber.

Wieso, weshalb und warum ist eine andere Sache.
Steuerfreiheit, keine Nutzung von Autos, Saisonstreß, Urlauberstimmung, ansteckendes Flair.

Ich weiß dass es nicht möglich ist, dagegen was zu tun, aber man darf sich dann nicht wundern wenn dies
nach Außen sichtbar wird und es dann negative Früchte trägt.

Auch dies soll und kann nur ein Anstoß sein, bin gespannt wie die Meinungen darüber sind. Sicherlich
nicht einhellig...

Ein Problem in Deutschland ist leider folgendes:

Derjenige der ein Problem anspricht, wird mehr kritisiert als derjenige der es verursacht...

How ever, Suse

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland und der Masterplan

Beitrag von suse » Di 26. Mai 2009, 10:04

@ >Robby:
Helgoland hat aber schon seit vielen Jahren mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen. Vielleicht sogar stärker als viele andere...

@ Inga: Ja du hast einen Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich habe manchmal das Gefühl dass die Helgoländer wirklich glauben dass ihnen diese Insel, im wahrsten Sinne des Wortes, gehört und sie deshalb dort machen können
was sie wollen. Eigene Gesetzmäßigkeiten aufstellen. Dies geschieht aber in meinen Augen zumeist aus (geistiger) Blindheit, einer gewissen Begrenztheit, Unwissenheit und Unkenntnis der Festlandbewohner, denn auch diese unterliegen einer Veränderung durch den Wandel der Zeit, eine gewisse Selbstüberschätzung, berechtigte Zukunftsangst und zudem Bequemlichkeit. Nun zahlen sie den Preis. Viele Helgoländer die gegangen sind, eine zerrissene Gemeinschaft, Kinder & Enkelkinder die gehen und keinen Sinn sehen zurück zu kommen. Dafür so einige Zugewanderte die auch "schuld" daran sind dass es keine wirkliche Identität mehr gibt.
Denn was macht Helgoland zu Helgoland? Was macht einen Helgoländer aus?

Fragen über Fragen, aber diese Art der Fragen wurden meines Wissens bisher nicht gestellt und offen diskutiert. Denn sie betreffen die Seele und den Geist. Hier liegen sicher interessante und wesentliche Antworten.

Natürlich ist es kein Zuckerschlecken hier mal anzusetzen und zu schauen was man hier versäumt hat.
Eines der Probleme auf der Insel ist, wie in den meisten Orten auf der Erde, zerstörtes Vertrauen zu seinem Mitmenschen.
Es gibt auf der Insel keinen wirklichen Leiter mehr, einem Menschen dem alle vertrauen, einer der das Ruder in der Hand hält.
Der weiß was er tut, der auch unbequeme Entscheidungen trifft.
Einem dem alle folgen, weil er das RICHTIGE tut. Einer der es gerne macht, der aufgefordert wird sich einzusetzen, weil er weiß wie es geht.
Der anderen den Weg zeigt. Helgoland hat gute Chancen etwas zu korrigieren was weltweit aus dem Ruder gelaufen ist.
Sie haben die Chance etwas Neues aufzubauen. Etwas das BEstand hat, etwas mit Fundament. Aber sie müssen zunächst eine Hoffnung entwickeln das dies auch möglich ist. Wo keine Hoffnung herrscht, möchte ich nicht sein. Und ich spreche von einer begründeten Hóffnung. Nicht einer verzweifelten-&ohne-Grund-Hoffnung.


Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich liebe diese Insel und ihre Bewohner... Ihre besonderen Eigenarten, & weil ich Menschen sowieso liebe, werde ich doch hier erst Recht keine Ausnahme machen mein Recht auf Meinungsäusserung zu nutzen.

Und ich würde mich freuen wenn ich irgendwann wieder auf "Meine Insel" zurückkehre.
Nicht als der Mensch als der ich gegangen bin, sondern als der Mensch der etwas in der Zeit danach verstanden hat. Der beide Zeiten ( Insel & Festland) miteinander verknüpfen konnte.

How ever, Suse

Robby
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Robby » Di 26. Mai 2009, 10:35

@ Suse, ich wohne immer im Atoll und gehe trotzdem in den felsenkrug..;-)), nicht oft aber 1-2mal pro Aufenthalt....

Ich teile aber Eure / Deine Meinung, dass das zahlungskräftigere Publikum sicher langfristig das Image verbessert! Kenne das problem hier aus der Düsseldorfer Altstadt, hier geht auch kein Düsseldorfer mehr zwischen freitags 13.00 Uhr und Sonntags 14.00 hin....hier ist die Betrunkenenquote auch nicht zu verachten....

Nur womit zieht man zahlungskräftige Leute an....Wellness, gute Hotels, Sportangebot...Leider ist der Kreis derer die bereit sind "nur" für eine tolle Natur zuzahlen eher gering...

Ob die Verbindung zur Düne etwas bringt ohne einen konkreten Plan des gesmt konzeptes bezweifele ich...vielleicht einen Golfplatz auf dem neu gewonnenen Land...;-)

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland und der Masterplan

Beitrag von suse » Di 26. Mai 2009, 12:05

Ich glaube dass es keinen einfachen und auch keinen schnellen Weg gibt. Ich glaube aber dass einen langfristigen, guten und
unbequemen Weg geben kann.
Ich habe mal einer meiner Ideen ausgegraben. Sie ist keine Hurra Idee wo evtl. gleich alle schreien: SUPER, DANKE, DU bist der Heilige St. Helgolandus, denn Du kennst unser Herz... Aber immerhin ist es eine sinnvolle Idee. ODER?!?!?!?!?!?
Also, lest selber...


Wie wäre es denn wenn man die Insel trennt in einen touristischen und einen "nichttouristischen" Bereich.

Einen Bereich wo Helgoländer für sich sein können, Unter- und Oberland, und einen touristischen Bereich
Häfen, Rundumweg, Bunker, NordOstland und Lungwai, dazu die aufgeschüttete verbindung + Düne.

Alle Grenzen nicht sichtbar, aber spürbar getrennt.

So dass Helgoländer ihre Ruhe haben können, denn nicht jeder auf HElgoland geborene Mensch ist für den Tourismus gemacht!
Zudem einen klar definierten Bereich wo der Gast König ist.

So kann sich der "normale" Helgoländer wieder wohl fühlen, wie er es z.B. in den Kleingärten im Oberland kann.
Und kann sich so wieder auf den Gast freuen, denn der läuft ihm nicht ständig und überall über den Weg.

Das könnte z.B. bedeuten dass in den Helgoländer Rückzugsgebieten keine Gastronomie und keine Hotellerie
ansässig sein "dürfte".8
Es gibt noch weitere Gedanken meinerseits dazu, aber wenn man nicht gefragt wird, sollt eman den Mund halten, habe ich mal gelernt.

How ever, Suse

Gitta
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Gitta » Di 26. Mai 2009, 17:04

Beitrag von Suse:
Wie wäre es denn wenn man die Insel trennt in einen touristischen und einen "nichttouristischen" Bereich.

Hallo Suse, Du machst Dir bestimmt viele Gedanken und versuchst Lösungen zu finden, aber den letzten find ich etwas abwegig. Helgoland ist zu klein, als das man es trennen kann. Die Touristen laufen normalerweise sowieso nur die Hauptstrassen rauf und runter, in den kleinen Nebengassen (wo auch keine Kneipen sind) trifft man selten jemand, meistens noch nicht mal Helgoländer. Rückzugsgebiet ist die eigene Wohnung, wenn man vom Trubel die Nase voll hat, und da kann man sich die eigenen Freunde einladen. Da krabbelt kein Touri hinterher. Aber wie du es schreibst, klingt es wie "ein Ghetto für die Helgländer", sorry, will Dir nicht zu nahe treten. Und wenn die Touris wissen, da ist etwas wo sie nicht hindürfen/sollen, dann wird es erst recht interessant. Gehn wir mal die merkwürdigen Helgoländer bestaunen. Sorry, ich schreib das ein bisschen mokant, ich find die Helgoländer nicht merkwürdig. :P Die Helgoländer leben nun mal vom Tourismus, viele Familien vermieten Zimmer, das kann man Touristen und Einheimische nicht trennen.

Was ich mir wünschen würde, ist ein bisschen mehr Service. Ich weiss noch, wie meine Eltern sich immer mit dem Campinggepäck abge-eselt haben, vom
Schiff runter, von einer Treppe zur Dünentreppe hin, manchmal sogar zum Nordosthafen, und auf der Düne keine Karre, die mal bereit steht zur Gepäckbe-
förderung. Klar, das Taxi, pro Gepäckstück 3 Euro, aber das gibt es ja erst neuerdings. Fast jeder wird mit seinen Koffern allein gelassen. Ich finde, bei An- und Abreise müsste mehr Service sein, der nicht bezahlt werden muss.

Und die Idee, dass man sich bei Abfahrt der Gäste erkundigt, was gut war, was nicht, find ich gut (Kritik muss man auch einstecken können). Ob der Gast wiederkommt oder nicht und wenn nein, warum nicht.., da sollte sich mal Jemand in Helgoland Gedanken machen. Schafft einen Arbeitsplatz. Jeder, der was auf einem Markt erreichen will, macht erstmal eine Umfrage und wertet die dann entsprechend aus. Dafür gibt es sogar Institute, die auf so was spezialisiert sind und die liefern die Analyse gleich mit.

Trotzdem liebe Grüße an alle, ich komm trotzdem wieder und schleppe meinen Koffer selber wie seit 45 Jahren. . Hab ja dann Zeit, mich zu erholen.
Gitta

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland und der Masterplan

Beitrag von suse » Fr 29. Mai 2009, 09:39

Moin Moin,
wollte mal nachfragen warum eigentlich keine Antwort auf meine Posts erfolgt?

How ever, Suse

Inga
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Inga » Di 2. Jun 2009, 10:20

Viele Helgoländer die gegangen sind, eine zerrissene Gemeinschaft, Kinder & Enkelkinder die gehen und keinen Sinn sehen zurück zu kommen. Dafür so einige Zugewanderte die auch "schuld" daran sind dass es keine wirkliche Identität mehr gibt.

Naja, Helgoland BRAUCHT frisches Blut vom Festand, sonst wird da ueberhaupt keine neue DNA untergemischt und was das bedeutet, wissen wir ja alle. Wer will schon jede menge Dorftrottel? ( oder besser Inseltrottel) da rumspoekern haben?

Die Insel in eine "touristische" und "einwohner-orientierte" Zone aufzuteilen, halte ich fuer keine besonders helle Idee...wer soll das denn durchsetzen? Zonen-Inselpolizei oder Stacheldraht oder "Demarkationslinie her, fuer Touristen kein Zutritt", vielleicht ein paar Patrouillen mit geifernden Schaeferhunden? Kann man abhaken. Das wuerde Leute nur abschrecken. Da hat Gitta schon recht!

Und "Das könnte z.B. bedeuten dass in den Helgoländer Rückzugsgebieten keine Gastronomie und keine Hotellerie
ansässig sein "dürfte".8..wie soll das denn gehen? All den Leutchen, die ein oder zwei Zimmer in ihren Haeusern vermieten, die Lizenz und den Lebensunterhalt entziehen? Damit ist nun echt keinem geholfen. Die Gaeste gehen ja auch in die Privatpensionen, weil es da guenstiger ist. Und viele lieben das persoenliche Flair und fahren Jahrzehnte in dieselbe kleine Privatpension. Kenn ich viele, bei denen das so ist.

eine Befragung waere sicher eine gute Sache. Ich habe sowas mal bei uns gemacht (lebe auch in einem Touristengebiet). Damals noch ohne PC. Mit PC kann man einen umfssenden Fragebogen ausarbeiten, aus dem so einiges klarwerden koennte. Dazu braucht man auch kein teures marktforschungs_Team. Die Frageboegen (anonym) auf den Schiffen, ind Hotels etc auslegen und die leute bitten, sich zu beteiligen. Vielleicht mit einem Preis winken, alle Zettel kommen in eine Verlosung und der Gewinner bekommt ein Wochenende auf der Insel mit einer einigermassen realistischen summe Taschengeld und ein paar Eintrittskarten fuer dieses un djenes. M<assage, Schwimmen, Wellness, Kosmetik, da kann man doch was bieten. Und so eine Umfrage, wenn sie gut organisiert ist, ist wesentlich weniger Arbeit als man sich das so vorstellt. Wir haben damals 5000 Zettel verteilt, kamen auch groesstenteils vernuenftig ausgefuellt zurueck. Einen Platz lassen fuer "Kommentare und Ideen"....manche Leute haben ganz ueberraschend interessante und kreative /anregungen, die sollte man abgreifen! Zum Wohle der insel.

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von suse » Di 2. Jun 2009, 11:15

Hallo Inga,
das mit dem touristischen Bereich und dem Nichttouristischem war natürlich nicht so krass gemeint.
Aber das man zukünftig ein reines Wohngebiet ausweist ist keinwirkliches Problem.
Soll ja nicht Knall auf Fall sein, sondern in Zukunft einfach bei Neubesetzung eines Hauses.
Ist auch nicht die Idee wo ich jetzt dran hänge und mein Seelenheil von abhängt...

Die Befragungsgeschichte ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Eine traurige Ingnoranz
dass man jault, aber eigentlich nicht weiß was der Gast eigentlich denkt...

Vielleicht hat man auch nur "angst" dass Dinge zum Vorschein kommen die man nicht hören möchte.

Denn der intelligente Gast weiß was er will. Deshalb kommt er ja auch nicht oder macht eben einfach Abstriche wenn er denn doch kommt.
Die anderen sehen die Problematik vielleicht nicht und/oder interessieren sich einfach für andere Dinge.

Spannend ist dass man einen Bedarf decken möchte, der anscheinend garnicht vorhanden ist.
Und umgekehrt den Bedarf der vorhanden ist, nicht decken kann oder will.

Denn das vorhandene Angebot und das was man evtl. noch bieten könnte, ist einfach für die Masse nicht mehr bezahlbar, bzw.
der "normale" Mensch gibt sein Geld, einfach für andere Dinge vorher aus...

Ich glaube wirklich dass sich Helgoland neu erfinden muss.
Wege zu gehen die Mut erfordern, einige alte Zöpfe abschneiden, bewährte Zöpfe sorgsam pflegen und dran lassen.

Eine Aufschüttung der Insel, bzw. die alte Verbindung wieder herzustellen ist keine schlechte Idee, die Frage ist, was mit dem neuen Platz machen?
Ich glaube dass Bedarf an bezahlbaren Häusern am Strand da ist, das Flächen benötigt werden um Sport zu machen, dass ordentliche Anleger für Boote und Schiffe
Sinn machen.

Es gibt sovieles Gutes wo es einen Bedarf gibt.
Atoll hin oder Her, aber nur Ausblick aufs Wasser ist nicht alles.

Die Menschen würden gerne nahe am Wasser Zeit verbringen. Sie sitzen gerne am Wasser und speisen dort. Sie spielen gerne am Wasser. Auch der normale Tagestourist.
Ich habe nie verstanden warum der Strand bei der Jugendherberge immer so ungepflegt gewesen ist.
Eine unnötige Vernachlässigung, denn das ist brachliegendes Gut...
Oder täusche ich mich so sehr... ?!

Es gibt viele Gedanken, aber wenn diese keinen, oder nur so wenige, wirklich interessieren, dann sind sie vergebens.

Oder es geht den Helgoländern immer noch zu gut...????

How ever, Suse

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