Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Dies und Das und Jenes Was
Thilo
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Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Thilo » Mi 13. Mai 2009, 15:57

Moin zusammen!

In eigener Sache ein Programmhinweis.


Land in Sicht?
Helgoland und der Masterplan
von Thilo Schmidt

Sonntag, 17. Mai 2009, 11.30 Uhr im Deutschlandfunk, Dauer: 20 Minuten.


Beste Grüße,
Thilo

Thilo
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Thilo » So 17. Mai 2009, 18:19

Moin Forum!

Die Sendung kann auf meiner Webseite http://www.thiloschmidt.de nachgehört werden, falls von Interesse.

grüßtherzlichthilo

Petra F.
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Petra F. » Mo 18. Mai 2009, 06:53

Hallo Thilo,
danke für die Hinweise, habe den Beitrag "nachgehört" und finde, er spiegelt die Meinungs- und Stimmungspalette, die man zum Masterplan haben kann, gut wieder. Ich selbst kann mir eine Verbindung zwischen Insel und Düne nicht vorstellen ...
Viele Grüße,

Petra

Inga
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Inga » Sa 23. Mai 2009, 17:44

Hab ich mir gerade mal angehoert. Und insgesamt fand ich es ausewogen, obgleich von "Patienten mit Alzheimer" die Rede war 9wohl doch eher Parkinson) und die Kommentare mehrerer Helgolaender auf Helgolaendisch abgegeben und nicht uebersetzt wurden. Ich kanns ja verstehen, aber viele eben nicht, und das haette man dann mal uebersetzen sollen.
insgesamt stehe ich dem "Masterplan" 9Master?? Was fuer'n Master?) eher kritisch gegenuebr. Wenn gesagt wird "die Insel und die Duene haben ja schliesslich mal zusammengehangen" dann muss man aber gleichzeitig sagen, "Tja, und das hat nicht gehalten, ds meer war staerker. ". Mich erfasst ds Grauen be dem Gedanken an Freizeitzentren, Hotels und allerlei sonst noch auf der Duene, dnn man soll sich nichts vormachen, es wird mit Sicherheit NICHT nur auf dem neu aufgespuelten Land gebaut, sondern das frisst sich dann unaufhaltsam weiter. Interessant zu wissen waere, wer denn im Flle einer Aufspuelung der Eigentuemer dieses Landes waere? Jetzt ist es ja Meer, und wem gehoert das? Wer verkauft dann das gewinnbringend an wen???..........Da ist zuviel Potential fuer hemmungslose Proftgier gegeben.

Thilo
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Thilo » Sa 23. Mai 2009, 19:29

Hallo Petra, hallo Inga,

danke für Eure Rückmeldungen. Zuerst: Ja, das mit den Alzheimer- statt Parkinson-Patienten ist schon sehr peinlich. Darüber ärgere ich mich auch jeden Tag, und es fiel mir beim ersten Nachhören auf. Da war es aber leider schon zu spät. Aber wenn das alles ist, schon ok.
Ansonsten habe ich mich, wie es sich geziemt für meinen Stand, bemüht, die vertretbaren Haltungen zur Sache klar zu stellen. Und jedem selbst die Deutung zu überlassen. Scheint ja zumindest hier in klare Richtungen zu deuten ...

Herzlichst,
Thilo

Inga
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Inga » So 24. Mai 2009, 10:54

Thilo, ich fand Deinen Bericht durchaus ausgewogen. Als jemand, der seit fruehester Kindheit auf Helgoland war (meine Eltern leben dort und seitens meiner Mutter viele Generationen vor ihnen) kenn ich die Insel und ihre Geschichte gut und sie ist fuer mich Heimat. Klar , es gibt Dinge, die im Moment nicht so gut laufen,ie leerstehenden Laeden, ruecklaufige Besucherzahlen, aber das ist nicht unbedingt Schuld der Helgolaender, denn viele Leute koennen sich einen Urlaub dort nicht leisten, und mal eben mit 2 Kindern eine Tagesfahrt machen, mit allem drum und dran, das ist fuer viele heutzutage auch nicht mehr erschwinglich. Und dadurch, dass ja alles auf die Insel verschifft werden muss, dadurch teurer ist als auf dem Festland beim Aldi oder Lidl, kann man da auch keine super-billigen Angebote machen, davon koennten die Insulaner nicht leben.
Die Duene ist ein ganz besonders "heiliger" Platz fuer mich, der friedlichste Ort der Welt. Eine halbe Stunde an der Aade oder am Schildkroetenteich, das ist wie Tiefen-Meditation. Diesen Ort dadurch zu zerstoeren, dass man ihn "entwickelt" und "aufbaut", davor graut mir. Dann waere dieses einmalige Fleckchen Pardies fuer immer verloren.
Dort Hotels hinzubauen - eine grauenhafte Vorstellung, vor allem , wenn ich mir vorstelle, was fuer Hotels das wohl sein werden.
Ein weiterer grosser Misstand auf der Insel ist die Tatsache, dass es kein Altersheim gibt. Eine Pflegestation schon, aber Alte, die ihre Kinder auf dem Festland haben oder keine Kinder haben, die nicht mehr in ihren Wohnungen bleiben koennen, aber auch keine bettlaegerigen Pflegefaelle sind, die kommen aufs Festland,.. das sind Leutchen, die haben oft (abgesehen von der Evakuierung) ihr ganzes leben "iip Lunn" verbracht. Und dann muessen sie ihre letzte Lebenszeit auf dem Festland verbringen, ohne ein vertrautes Gesicht, und fern der Insel sterben sie dann. Das ist sehr traurig, koennte man auch mal aufgreifen. Ich habe oft ueber solche Alten sagen hoeren "der/die ist auf dem Festland" und unausgesprochen schwingt da ein gaanz trauriges "zum Sterben" mit. Bricht einem das Herz. Satt Hotel also lieber ein kleines Seniorenheim. Ich koennte mir vorstellen, dass das auch Alte vom Festland anziehen koennte: Helgoland ist ruhig, keine Verbrechen, jede Oma und jeder Opa, wie gebrechlich auch immer, koennen da rumwandern, eigentlich nicht so richtig verlorengehen (falls sie bissel tueddelig sind...und wenn sich mal einer verlaeuft, findet man ihn schnell wieder) und niemand schlaegt sie nieder oder entreisst ihnen die Handtasche. Welcher Ort hat das noch zu bieten?Wenn du da Ansprechpartner brauchst, kann ich Dir gerne ein paar Leute nennen, mit denen Du darueber reden koenntest.

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von suse » So 24. Mai 2009, 17:07

Hallo erstmal, ;)
wenn man sich die Frage stellt ob eine Aufschüttung oder ein So-sein-lassen die Antwort ist,
dann ist es doch interessant vorher zu klären was denn die eigentliche Frage ist:

Ist es nicht die dahinterstehende Frage: :idea:

Was ist das zukünftige, langfristige Ziel Helgolands?
Wieviel Tourismus, wieviel Ursprünglichkeit, wieviele Einwohner,
wieviele (Tages-)- Gäste pro Jahr.

Wer bestimmt das? Womit vergleichen? :?:

Wer will was? Will man dort "nur" leben, oder will man dort auch von leben...?!
Denn es ist ja alles möglich...

Ich glaube es gibt keine Antworten weil die Fragen eigentlich noch nicht klar definiert sind.

Wie ein Navy in das man kein Ziel eingibt. Man kann nie an ein Ziel ankommen. Oder es ist nicht das richtige. natürlich besteht
die Möglichkeit des Zufalls. Oder es glaubt in diesem Fall jemand an die Mär, dass alle Wege zur Lösung führen.
Um das Optimum herauszuholen muss man sich schon tief in die Sache hineinstecken können. :!:

Ich habe noch viele Gedanken dazu, möchte dies aber mal so einwerfen und schauen ob und wer sich dazu äussern möchte.

Ich habe auch durchaus kritische Stimmen anzumerken, möchte diese aber zunächst zurück halten um die Diskussion zunächst friedlich zu beginnen.

Denn die wichtigen Fragen könnten durchaus Potenzial haben um nicht immer friedlich zu diskutieren,
denn die Fragen & Antworten sind doch durchgängig elemantar. Und da habe ich auf Helgoland schon kratzbürstige Meinungen vernommen.

Gruß Suse

Inga
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Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von Inga » So 24. Mai 2009, 19:00

Tja, suse, damit hast du wohl recht: das Ziel ist vage, irgendwie soll "alles besser werden" und "mehr Leute kommen", aber genaue Zielgruppen, wieviele, etc pp, das hab ich auch noch nicht definiert gesehen. Und auch wenn man's definiert, ist das ja auch keine Garantie dafuer, dass es dann klappt!
Mir ist es suspekt, auf einer Insel, auf der so viel leersteht, "anzubauen". sollte man nicht erstmal das Bestehende attraktiv machen und so versuchen, die Insel vollzukriegen? Es ist irgendwie so wie ein halb leerstehendes Mietshaus, wo man keine Mieter findet...sollte man da gleich anbauen oder erstmal attraktiv renovieren und sehen, ob sich damit wer anlocken laesst.....
Wenn die Aufschuettung durchgefuehrt wird und dann keiner kommt, wer unterhaelt das dann alles? dann wird helgoland noch tiefer in die Roten Zahlen sinken. Und damit ist ja auch keinem gedient. Ausserdem sollte man ganz, ganz klar und transparent aufzeigen, wer von der Aufschuettung in welchem Masse und wie profitieren wuerde.

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von suse » Mo 25. Mai 2009, 10:13

Hallo,
nun, wenn soviel leer steht dann ist es einfach ein Zeichen das es nicht attraktiv genug ist.

Wenn Helgoland nicht anziehend genug ist, dann gibt es für mich als hoffentlich Normaldenkender
Durchschnitts-europäer nur 2 Möglichkeiten, oder eine Mischung der beiden.

Zum einen ich verzichte auf Gäste in den Mengen wie bisher. Sprich tagestouristen wie auch
Urlauber. Oder ich zahle den Preis den es fordert dass wieder "ausreichend" Gäste kommen.

Und zwar dass auf einer so kleinen Insel wenig von dem bleibt was man Helgoländer Kultur nennt. Wenn es
die überhaupt so gibt. Denn was macht die Helgoländer Kultur aus? Vielleicht kommt man über diese Frage zu einer
weiterführenden Antwort.

Denn ich glaube hier liegen einige Antwortschätze verborgen.

Jeder der Beteiligten hat eine andere Meinung darüber was muss, was kann und was soll.
Wie sollen alle an einem Strang ziehen?
Uneinigkeit hat schon vieles zerstört.

Ich vermisse auf der Insel u.a. die Lebensfreude wenn es darum geht mit Gästen in Einheit zu leben.

Gäste im ursprünglichen Sinne sollen sich doch willkommen fühlen, und das bedeutet für mich:

- Uneingeschränkt!!!
(Sofern sie sich wie Gäste verhalten)

Der Gast ist König! (Sofern er sich sich königlich verhält...)

Ich habe auf Helgoland folgendes Gefühl: ( Nicht immer, aber immer öfter)

Ja, der Gast ist König, aber ich bin Kaiser.... Oder Gott oder so...

Ein normaler Gast merkt wenn es um sein Geld geht und nicht um Dasein...

Helgoland hat nicht wirklich gelernt wa ses bedeutet einen Gast zu bewirten.
Sie kennen es dann massenweise Tagesgäste auf die Insel strömen und irgendwie immer genug abfällt
um zu überleben. Und die die es am geschicktesten gemacht haben oder wirklich fleissig waren,
haben großen Nutzen aus den guten Zeiten gezogen.

Andere haben, teils auf unglaubliche Art und Weise, ihren Profit gemacht, egal was sich in den Köpfen der Gäste
eingebrannt hat.

Nun wird der Preis bezahlt. Die Gäste bleiben aus...

Ich glaube dass ein Umdenken in den Herzen der verantwortlichen Helgoländer stattfinden muss, dieser sich dann
in einer Kampagne, in Einheit und mit einem herzlichen und sinnvollen Konzept, nach Aussen transportiert
werden muss. Und dann WERDEN die Gästen kommen die das verstehen kommen.
Diese werden anderen davon erzählen und die dann entstehende Frucht wird sich auszahlen und die Helgoländer
werden sich davon gesund ernähren können.

Wer nicht glaubt dass es so funktioniert, der hat keine (positive) Hoffnung mehr und sollte sich, wo auch immer hin, zurückziehen.
Am besten an Orte wo nachweislich Gastfreundschaft herrscht...

Da diese Orte selten zu finden sind, wird ein Konzept dass Gäste wieder als wahre Gäste sieht, auch funktionieren. Weil der Bedarf vorhanden ist.
Wenn die Natur alleine nicht zieht, das kulturelle Angebot nicht alleine ausreicht, dann muss es eine wahre Gastfreundschaft ausmachen.

Ansonsten gibt es keine Chancen...

Ich habe noch einige Gedanken im Kopf die ich gerne äussern würde, aber ich bin nicht bereit meine Perlen vor die Säue zu werfen.

Manchmal muss es dem Betreffenden erst schlecht genug gehen und er muss mit seinem Latein am Ende sein, bevor er merkt wie
hilflos er doch ist.

Helgoland hat oft genug gute und sinnvolle Ratschläge ausgeschlagen. Nun ist es Zeit sich zu demütigen und zuzugeben dass
das Konzept der "Ausbeuterei" vorbei ist.
Piraterie ist nicht cool. Wer in Zeiten von Pirates of Carribbean noch glaubt das Piraten irgendetwas Gutes haben, der hat
etwas wesentliches nicht verstanden. Das ist kein produktiver und zukunftsträchtiger Handel.
Ich weiß dass meine Gedanken aller Wahrscheinlichkeit nicht Eure Gedanken sind, und ich weiß auch dass nicht alle meine Gedanken verstehen
und gut finden werden. Darum geht es auch nicht. Es geht um die diejenigen die es trotz Anfeindungen und Widerständen
verfolgen werden. Dann kann daraus etwas gutes entstehen. Denn ich rede über positive Werte und die können nie falsch sein.
Wer sich darauf "besinnt" wird Erfolg haben.

How ever, sagt Euch Suse...

suse

Re: Land in Sicht? Helgoland un der Masterplan

Beitrag von suse » Mo 25. Mai 2009, 12:35

Hallo,
ich noch einmal.

Sorry, ich möchte Euch/ Ihnen nicht sagen wie es geht, bzw. wie es nicht geht.

Ich bin nur 100% davon überzeugt dass es nur einen Weg gibt. Zumindest einen sicheren.

Da ich aber niemanden zu Nahe treten möchte, insbesondere der Satz mit den Perlen vor die Säue werfen,
revidiere ich die Spitzen in meinem letzten Post...

Nichts für ungut...
Suse

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