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Raucher verklagen Helgoland

Verfasst: Do 7. Mär 2019, 14:08
von Frank Botter
Bekanntermaßen hat der Betreiber der Seite www.duene1.de einen besonderen Humor, den zunächst nicht jeder versteht. Ich finde auch, dass die tiefergelegten Aschenbecher abgeschafft gehören.

Nachdem im öffentlichen Verkehrsraum fast 300 Aschenbecher vorhanden sind (Deckel der Abfallbehälter), sind diese Behältnisse überflüssig. Sie sollten wieder für den tatsächlichen Zweck genutzt werden, nämlich als Sammler für das wertvolle Niederschlagswasser auf den Straßen.

Immerhin sammeln die Helgoländer ihre Niederschläge, transportieren sie in einem eigenen System in das NO-Gelände und lassen es dort über ein Kiesfeld verrieseln. Gelagert wird es in einer Süßwasserlinse und mit dem Destillat aus der Meerwasserentsalzung gestreckt, damit wir alle dann frisches Trinkwasser genießen können. Wenn ich mir vorstelle, dass das Regenwasser durch einen Sumpf von Zigarettenkippen geflossen ist, wird mir doch ein wenig anders.

So was kommt von so was, würde ich sagen. Das Rauchverbot in Gaststätten und Betriebsstätten führt wohl zwangsläufig zum Aufenthalt an der frischen Luft und wenn kein Abfallbehälter in der Nähe ist, fliegen die Kippen eben in den Gully. Muss nicht sein. Man/frau kann die Kippe auch in einen Taschenascher legen und den Abfall zuhause entsorgen. Solche Behältnisse soll es schon für wenig Geld im Fachhandel, in Souvenirläden oder bei einschlägigen Internetanbietern geben.

Bleibt die Frage, warum die Straßeneinläufe für Regenwasser so aussehen, wie auf dem Bild zu sehen. Die Gemeinde zahlt viel Geld für einen Straßenreinigungsdienst und zu deren Aufgaben gehören auch die Reinigungen der Wassereinläufe. Warum das nicht passiert und warum seitens der Kommune nicht hingeschaut wird, was der Dienstleister macht, kann ich nicht schreiben. Allerdings könnten die Mitglieder der Gemeindevertretung Auskunft verlangen, warum das nicht gemacht wird. Hier schließt sich dann wieder der Kreis und duene1.de sollte kritisch nachfragen.

Fingerspitzengefühl ist allerdings gefordert, denn die Gemeindekasse nimmt immer noch 2,3 Mio Euro Gemeindeeinfuhrsteuer für Tabakwaren ein. Das rechtfertigt aber noch lange nicht, die Hinterlassenschaften des Rauchens und deren Entsorgung der Allgemeinheit aufzubürden. Das ist wie bei der Hundesteuer. Der Hundehalter ist trotzdem verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines geliebten Vierbeiners aufzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Schönen Tag noch!